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02/10 von Misses Nox.

Single in Berlin?

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Falls es euch, vielmehr, damit es euch

nicht mehr so ergeht, wie Rainald Grebe,

gibt es hier eine gute Möglichkeit dies zu verhindern.

In der heutigen Zeit fehlt einem eben genau diese. Man hetzt von einem Termin zum anderen, ist abends vielleicht zu geschafft um sich noch einmal in das fesche Ausgeh-Outfit zu pellen und verbringt so den Abend mit einem Glas Wein auf dem Sofa, allein. Vor allem in Berlin pulsiert das Leben, die Stadt mit seinen 3.431.681 Einwohnern wohl mehr als so manch andere. Man wohnt in Mehrfamilienhäusern, Tür an Tür, dicht an dicht, doch anstatt, dass man sich näher kommt wird alles anonymer.

Was wäre da nicht naheliegender, eben nicht diese wertvolle Zeit vor der Flimmerkiste zu hängen sondern fluks nochmal den Pc einzuschalten und sich in der großen weiten Welt des Web 2.0 nach einem idealen Partner umzusehen. Es gibt eine Plattform, die Singles in Berlin nicht das (und das finde ich besonders löblich) Blaue vom Himmel verspricht und somit garantiert, dass man hier den Traumpartner kennenlernt, vielmehr versprechen sie einem, durch ein “Auswahlverfahren” die richtigen Partner für vielversprechende Abende, Nachmittage, Veranstaltungen zu treffen. Nachdem man sich angemeldet hat, füllt man einen Fragebogen darüber aus, wie denn der mögliche Partner aussehen sollte, was er gerne mögen sollte und gibt als nächstes auch ein paar Informationen von sich weiter, schließlich möchte man ja auch für die anderen vorgeschlagen werden.

Hier verabreden sich die Hauptstadtsingles.

Single Dating Berlin umfasst knapp 500 Mitglieder bei denen das Durchschnittsalter bei 30 Jahren liegt. Das Verhältnis zwischen den dort angemeldetetn Männlein und Weiblein betrifft 40% zu 60%. Die Registrierung auf dieser Datingseite ist kostenlos, wirklich einfach und geht fix. Es treten allerdings Kosten auf, wenn man einen Kontaktvorschlag zu seinen Kontakten hinzufügen möchte. Eine aktuelle Preistabelle könnt ihr hier auf Single Berlin Dating sehen. Das Beantworten von Nachrichten ist wie auch das Stöbern und Entdecken aber kostenlos. Es treten keine versteckten Kosten auf, es entstehen keine automatischen Abonnements oder Ähnliches und wenn ggf Kosten auf euch zukommen sollten, wird dies immer nochmal aufgezeigt und ihr werdet darauf hingewiesen. Unverbindlich und kostenlos anmelden könnt ihr euch hier, auf Single Berlin Dating Anmeldung

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, Single und oder euch sonst für Datingseiten interessiert, dann besucht doch einfach mal die Single Berlin Dating Seite.

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11/09 von Misses Nox.

Berlin

Am Donnerstag waren die Wimpernzangenfrau und ich in Berlin um uns das feine Konzert von Skunk Anansie anzusehen. Ein Kurztrip, denn was soll man zwischen Früh- und Spätdienst auch sonst UnVernünftiges anstellen?! Eben.

Nachdem wir uns also die allgemein bekannten Sehenswürdigkeiten, wie das Brandenburgertor, die Mauerreste, Charlies Checkpoint und das Mahnmal für die ermordeten Juden angesehen haben, hieß es erstmal Essen fassen.

#nomnomnom

Hackfleisch, Kartoffeln, Reis & son Zeug

Das Essen war eher semigut und es dürstete uns nach einem Kaffee, allerdings in einer anderen Gastwirtschaft, denn abgesehen vom Essen ließ ebenso die Gastfreundlichkeit wie auch das Ambiente zu wünschen übrig.

Für den feinen Herrn

Vorbei an der “Voßstraße”, in der übrigens der feine Herr seine Residenz hat, kamen wir glücklicherweise in eine Straße in der es nach Kaffee aussah. Starbucks, Balzac Coffee und die anderen üblichen Verdächtigen hatten aber leider schon geschlossen und so zogen wir weiter, immer entlang der Straße, in der uns die in Anzügen gekleideten Männern ein wenig irritierend ansahen. Kaffee gabs dann aber doch noch. Und zwar “Kaffee mit IQ”.

Kaffee mit IQ

Mit Intelligenz vollgepumpt ging es glatt noch in ein paar Geschäfte, “nur mal gucken, was es so gibt” unter anderem auch in ein Weihnachtsartikelgeschäft [...] Das die Engelchen keine Blasenentzündung bekommen, naja, ich weiß ja nicht…

Angels

“Weihnachten ist tot, wenn sich der Engel sitzt die Backen rot.”

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11/09 von Misses Nox.

It´s fucking good to be back!

War  nach  “Thank you!” and “Hello Berlin!” sowie einem grossartigen musikalischen Einstieg mit “Charlie Big Potato” und “All I want”  einer der ersten Sätze von Skin. Wenn nicht vorher schon das Eis gebrochen war, dann definitiv in diesem Moment. Skunk Anansie und ganz besonders Skin ist für die Musik, für die Bühne geboren.  Diese pure Energie, die da ins Publikum geschleudert worden ist… Heiß! Mehrfach stand sie vor uns, Arme weit ausgebreitet, Augen Richtung Hallendecke und ließ sich feiern, sog den Applause, die Jubelrufe förmlich in sich auf und erinnerte mich stark an einen Vampir im Blutrausch.

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Beginne ich jedoch lieber am Anfang, denn eine Vorband gab es auch.”The Chemsits” gaben den Auftakt und ich muss sagen, dass sie ansich gar nicht so schlecht waren, als Vorband für Skunk Anansie aber wenig geeignet. Das Moshpit stand trotz der immer wiederkehrenden Aufforderungen des Sängers still. Ferner fragte ich mich, was der gute Herr denn bloß mit seinen armen Beinen und Füßen hatte. Die Bewegungen erinnerten an einen stark unter Drogeneinfluß stehenden Elvis Presley. So richtig gut sah das irgendwie nicht aus. Aber das ist ja bekanntlicherweise zweitrangig. Der Leadgitarrist hatte ständig Probleme mit seinem Multi fix board und auch der Drummer hätte meines Erachtens ruhig noch ein bisschen mehr powern können. Als sie ankündigten, dass wir sie “gleich los seien” – tosendes Gebrüll. Unangebracht, aber gut, wenn man eben auf etwas Hervorragendes wartet möchte man sich eben nicht von Zweitklassigem die kostbare Zeit stehlen lassen.

Rohrsystems

Die drei Herren, Ace, Mark und Cass (in Regenjacke mit Kapuze unter welcher man nur die unendlich langen Dreads sehen konnte) betraten die Bühne, endlich. Die Lichtshow begann und alle warteten gespannt auf Skin, welche auch prompt im grossartigen Glitzerfäden-Alu-Feder-Goldfarbenden-Raumschiff-Was auch immer-Kostüm elangeladen auf die Bühne sprang. Acht Jahre mussten die Fans nach der Trennung warten. Acht lange Jahre in denen sich die Bandmitgleider Solo- oder anderen musikalischen Projekten gewidmet haben, acht Jahre in denen sich das Warten aber definitiv gelohnt hat!

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Zwischen den altbewährten Songs wie “We don’t need who you think you are” und “Lately” wurden auch die drei neuen Lieder vorgestellt, die ohne Frage an die alten Erfolge der Band anknüpfen werden. Unvergesslich bleibt Skin´s kraftvolle Stimme, die nicht nur bei Balladen das Blut in den Adern gefrieren lässt sondern auch oder gerade bei rocklastigen Songs durch Mark und Bein geht. Die Welt ist wieder bereit für “Mitten-ins-Gesicht-Rock” und das ist gut so!

Black&White

Immer wieder suchte Skin den Kontakt zu dem Publikum, klatschte Hände ab, während Mark and Cass herumalberten und sich gegenseitig in die Saiten griffen. Sie küsste crowdsurfende Fans und ließ sich ihre anziehende Glatze streicheln. Ob das Glück bringt, wie beispielsweise einem Schornsteinfeger die Hand zu schütteln, oder die Pfoten des Bremer Esels zu berühren?! Ich bin der festen Überzeugung, ja! Skin ist wohl die ikonenhafteste, freimutigste und provokanteste Sängerin der modernen Musikkultur, welche sich selbst als “schwarze, glatzköpfige und bisexuelle Amazone bezeichnet.

Nachdem Skin nun schon zweimal die Bass-Drum bestiegen hatte, einmal fast abstürzte, schon einmal in die Menge sprangt und den StageDiver mimte, stimmte sie nun “Weak” an. Nun eher ein etwas ruhigerer Song, etwas eben, bei dem es nicht lange gediegen zugehen sollte, denn kurzerhand ging sie aufs Moshpit zu und stieg in die Menge, ließ sich von ihren Fans an den Füßen heben, durch die Menge tragen und sang, sang unerbittlich weiter.  Tosende Menge.

HandWalk

Skin spielte selbst Gitarre, ließ Schellen erklingen, heizte dem Publikum mit einem kurzen Spiel auf den Tom Toms ordentlich ein und stieß sich vor lauter Übermut, Rumblödelei mit Mark, Springerei und aus der Balance kommen bei der ersten Zugabe den Kopf an der Bass-Drum. Allzu schlimm kann es nicht gewesen sein, spielten sie zum Abschluss des hervorragenden Abends noch zwei weitere Zugabe, und zur Freude aller “Secretly”.

Mi fehlten noch ein paar meiner Lieblingslieder, gern hätte ich zum Beispiel noch “This is fucking political!” gehört, aber wer knapp zwei Stunden nur Gas Gas Gas gibt, dem darf man auch irgendwann eingestehen zum Ende zu kommen.

Mein Fazit zu diesem Konzert:

YOU CAN NOT FUCK WITH THIS BAND!HELL YEAH!