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01/10 von Misses Nox.

KIEMSA im Lagerhaus

Gestern Abend die Gelegenheit beim Schopfe gegriffen und glatt mal wieder auf ein Rockkonzert gegangen. Natürlich, ohne Rock. Ihr kennt mich.

Obwohl die Bezeichnung “Rockkonzert” nicht ganz treffend ist, machen die Jungs doch eher Ska Punk und experimentieren dabei exzessiv mit Rock´n´Roll, Hardcore und Hip Hop.

Das Kulturzentrum Lagerhaus im Bremer Viertel öffnete seine Türen für Kiemsa. Ich muss gestehen, bis vor ein paar Tagen war mir die 7-köpfige Band  aus Nantes noch gar kein Begriff.

Das Konzert sollte um 20.00 Uhr beginnen, aber so wie richtige Rocker nunmal sind, ließen sie aufgrund ihres unstillbaren Hungers das Publikum noch ca eine Stunde warten und starteten ihr würdiges Programm gegen 21.15 Uhr. Das Warten lohnte sich definitiv, vor allem weil ich so natürlich noch von dem Raucherraum und den leckerem Kaltgetränk Gebrauch machen konnte.

Steven, Morguy, Martin

Die durchaus gut gekleideten Herrschaften stellten sich kurz vor,  Martin  mit seiner durchdringenden Stimme als Sänger,  Yohann an der Gitarre, ebenso wie Morguy[*], welcher wirklich amüsante Dinge, wie mit der Zunge, einer Becksflasche oder einem Pfleiler auf der Gitarre rumschrammeln, machte,  Roman der Bassist, Laurent der einheizende Drummer, Mathieu an der Trompete und last but not least,  Steven mit der Posaune.

Unersättliche 120 Minuten powerten sie durch. Ein Song nach dem anderen, kurze Verschnaufspausen gönnten sie sich und somit uns aber glücklicherweise auch. Musste doch das obligatorische Bremer Bier getrunken werden. Pro Song Pi mal Daumen vier Minuten abhotten, sowie mit dem eher schlecht als recht französoisch sprechenden Publikum  immer wieder in Kontakt treten, Stage Diven, mit den anwesenden Ladies flirten, strengt eben an.

Hier eines der neusten Stücke “Orange Duck” und das ist bloß ein Video, stellt euch die Herrschaften noch mindestens dreimal mehr verrückter vor.
Alles in Allem hat es viel Spaß gemacht, durchgeschwitzt verließ ich im schummrigen Kiemsa Rausch das Lagerhaus und liege noch jetzt auf dem Sofa und lasse meine alten Knochen zur Ruhe kommen.

Falls ihr auch noch in den Genuss kommen möchten hier schnell noch die Tourdaten:

11.01.10 – Hannover – Bei Chez Heinz, was übrigens ein sehr netter Laden ist
12.01.10 – Köln – Underground
13.01.10 – Hamburg – Hafenklang
14.01.10 – Leipzig – Absturz
15.01.10 – Hagen – Kuz Pelmke
15.01.10 – Hagen – Kuz Pelmke
16.01.10 – Höhr-Grenzhausen – Tenne Musikkneipe
11.02.10 – Jena – Werkstatt
12.02.10 – Platenlasse – Cafe Grenzbereich
13.02.10 – Dresden – Chemiefabrik
15.02.10 – Reutlingen – franz. K
16.02.10 – Fürth – Kofferfabrik
17.02.10 – Göttingen – JuzI
19.02.10 – Berlin – Supamolly
20.02.10 – Kassel – Schlachthof

[*]Morguy  Und für die Damenwelt einfach mal die zweite Seite anklicken.

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11/09 von Misses Nox.

Rock on

Bisher reihen sich die allabendlichen Ausgehgründe wiedermal sehr schön aneinander an. Gerade noch zu Skunk Anansie gerockt, das Wochenende mit den Lieblings-”Lass mal ein Bier trinken gehen”-Leuten verbracht, schon steht das nächste Konzert an. Ganz spontan. Über das doch mittlerweile immer mehr publiziert werdende Medium Twitter las ich, dass jemand eine Karte abzugeben hätte, ich hatte Zeit, also warum nicht?!

Bela B. stellte mit seiner Band Y Los Helmstedt sein neues Album Code B vor.

Bäääm!

Der Auftritt, der nach der Ansage, man sollte doch bitte auf seine Geldbörsen aufpassen und die scheiß Arschlöcher nicht auch noch zum klauen einladen solle, war doch relativ gut. Begann er die erste Strophe hinter der Papierwand und – natürlich sprang bei den ersten rockigen Tönen hindurch. Jubel…

Bela B.

Bis auf ein paar Ausnahmen gefällt Code B mir ziemlich gut. Wie man es von dem Herrn Felsenheimer kennt, desolate und nihilistische Texte, persönlich mag ich das zu gewissen Stunden ja ganz gerne.

Zwei

Gefallen hat mir die Einbindung des Publikums, während er Zeichnungen seiner selbst, gemalt von Fans, unterschrieb, die schöne Decke im Aladin besang und uns zählen ließ, wobei er sich selbst verzählte, reagierte er ebenso lässig und mit gewohntem Wortwitz auf Zwischenrufe.

Ina Paule Klink

Ganz besonders positiv überrascht war ich, Ina Paule Klink auf der Bühne zu sehen. Das sie eine tolle Schauspielerin ist, weiß man ja, dass sie ziemlich lecker ist, sowieso, dass sie aber auch singt, war mir bis dato neu. Und ich fands gut. Diese verruchte und doch grazile Mischung ganz groß und die beiden passten musikalisch wie showtechnisch gut zusammen.

heiß heiß heiß

Besonders “One Night Stand”,  sie im kleinen roséfarbenden Negilgé, er im krassen Glitzeranzug kamen an. Anmutig wippte sie mit ihren zartgliedrigen Füßen im Takt und himmelte Bela an. Fein. Und dann war es auch schon vorbei. Alles in Allem ein ganz nettes Konzert, und nein, in diesem Fall ist “nett” nicht die kleine Schwester von “scheiße”.

Yeehaw!

Mein Fazit zu diesem Konzert:

ALTHOUGH YOU CAN FUCK WITH THIS BAND IT WAS FUCKING CRAZY!

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